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Back to Nature Rückwand - Erfahrungen

#1 von MichaundMaus , 31.01.2011 09:08

Hallo alle miteinander!
Da wir uns ja am vergangenen Wochenende auf der ABF und Heimtiermesse in Hannover rumgetrieben haben, konnten wir auch einige Schauaquarien mehrerer Austeller bestaunen. Ein Aussteller hatte besonders interessante Aquarien und zwar war dies die Firma Back to Nature aus Lauenau. Diese Firma vertreibt Back to Nature Rückwände fürs Aquarium und zwar wohl die "Echten".

Das Konzept fanden wir ja erstmal genial, aber taugt das was?
Uns wurde das Konzept so erklärt:
Die Rückwand wird in mehreren Stücken gegossen und zusammen mit den Farben gebrannt. (Somit werden die Farben eingebrannt) Sollen dadurch wohl auch Welsfest sein. Die Firma, die diese Rückwände einbaut und vertreibt hat bisher wohl keinen Fall von erfolgreichen Welsangriffen auf die Rückwand gehabt. Laut Hersteller sind erst 3 Fälle bekannt, wo es mal ein Tier geschafft haben soll, sich durch die Wand zu raspeln. Ist uns zum Beispiel wichtig, da unsere Rückwand (von Juwel) den L 204 ja nicht stand gehalten hat und jetzt ideale Besiedlungsfläche für Algen geworden ist. Die war ja auch nicht ganz billig...

Dann werden die Teile mit Silikon eingeklebt. Die Holräume dahinter werden als Biofilter genutzt, d.h. Es werden ein oder zwei unauffällige und kleine Öffnungen für den Einlass des Wassers in die Rückwand eingesetzt und dahinter befinden sich Heizung und Vorfilter. Nur diese Kammer ist dann auch zu reinigen. Dann wird das Wasser weiter transportiert durch den eigentlichen Biofilter, wo sich in den Holräumen der Rückwand einfach kleine Filterschwamm-Würfel befinden. Das gefilterte Wasser wird ebenfalls an einer unauffälligen Stelle an der Rückwand wieder ausgestoßen.
D.h. es ist kein teurer Filter anzuschaffen, die Technik kann man verschwinden lassen und hat eine tolle Optik, die aber auch ein wenig kostet...
Mussten halt auch schon lernen, dass es in der Aquaristik nich immer darauf ankommt möglichst viel Geld in vermeintlich notwendige Produkte zu inverstieren, sondern dass es mit ein wenig Know-How günstige und bessere Filter gibt.

Uns würde halt interessieren, ob Ihr vielleicht sogar eine Back to Nature Rückwand besitzt und welche Erfahrungen Ihr mit diesem Hersteller gemacht habt!
Was haltet Ihr von diesem Konzept des Biofilters?

Hier noch der Link: http://www.back-to-nature.de/aquaristik.htm

Die haben übrigens auch ein Café mit selbstgemachten Kuchen und mehreren Schauaquarien:
http://www.back-to-nature.de/showanlagen.htm

Private Schauanlagen mit BtN-Rückwand:
http://www.back-to-nature.de/pri...lagen.htm#7

So, jetzt sind Eure Meinungen und Erfahrungen gefragt !!!!

 
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RE: Back to Nature Rückwand - Erfahrungen

#2 von Zierfischwelten , 04.02.2011 15:36

Hallo ihr Beiden,
dazu will ich mal meine Gedanken auflisten:
1. Rein optisch habe ich an den Rückwänden nichts auszusetzen. Im Gegenteil sie sehen schon gut aus. Hatte auch schon mal mit dem Gedanken gespielt.
Nachteil - es wird von der Industrie eine Beckengestaltung vorgegeben welche der eigenen Kreativität etwas vorgreift. Die Individualität geht etwas verloren. Auch mit anderer geeigneter Deko lässt sich die Technik sehr gut verbergen.
2. Besatz bzw. Art des Aquariums.
Für ein normales nicht zu stark besetztes Gesellschaftsbecken halte ich die Filtertechnik für ausreichend. Sobald starke Fresser oder stark kotende Fische dazukommen, und/oder der Besatz durch Fütterung mit z. B. Rinderherz ernährt wird, halte ich die Filterkapazität bzw. die Reinigungsfreundlichkeit für nicht geeignet. Ich spreche jetzt nicht vom Vorfilter, sondern wenn man nach einem oder 2 Jahren dann doch mal komplett ran muss. Hier würde ich zu einem möglichst großen Mehrfachaussenfilter raten. Unter dem Aquarium ist ja Platz. Gesamtvolumen 15 - 20 % des Aquarieninhaltes wäre schon super.
3. Welsfestigkeit
Bei verschiedenen kleineren Ancistren o. ä. mag die Rückwand standhalten.
Bei meinen großen Panaque, die ja durchaus gute Beifische für Diskus sind - wenn die Beckenmasse passen, würde ich sagen Finger weg.
Wabenschilderwelse oder auch Acanthicus adonis (Elfenwels) hat die Rückwand auf Dauer auch keine Chance. Auf der letzten Interzoo konnte man mir auch nicht bestätigen, dass die Rückwände gegen die großen holzraspelnden Arten stabil sind.
4. Fazit
Es kommt immer darauf an, wie genau man weiß, was man in seinem Aquarium halten möchte, und ob in der Zukunft auch noch Veränderungen vorkommen können.

Hoffe, habe ich euch etwas helfen können.

Peter

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RE: Back to Nature Rückwand - Erfahrungen

#3 von MichaundMaus , 04.02.2011 17:04

Hallo Peter!

Vielen Dank für Deine Ausführungen. Da wir ja nicht so erfahren sind, hilft uns das sehr. Wenn man nämlich wirklich beabsichtigen würde sich eine Rückwand diesen Fabrikats anzuschaffen und dann später Probleme bekommt und damit unzufrieden ist, hat man ja auch nichts gewonnen.
Uns würde aber trotzdem interessieren, ob Ihr jemanden kennt oder vielleicht sogar selbst eine Back to Nature Rückwand besitzt und wie die Praxiserfahrungen damit aussehen.

 
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RE: Back to Nature Rückwand - Erfahrungen

#4 von Zierfischwelten , 04.02.2011 18:06

Hallo ihr Beiden,
ja genau.
Und für Experimente ist die Rückwand einfach zu teuer - selbst in gebrauchter Version.
LG
Peter

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